Während der Abnahme messen, nicht in der Pause
Im Ruhezustand können Manometer nahezu denselben Druck anzeigen. Erst bei Durchfluss zeigen sich Druckverluste. Entscheidend ist der niedrigste Druck bei der größten relevanten gleichzeitigen Abnahme, einschließlich der unteren Grenze des Kompressorregelbands. Ein kurzer Druckeinbruch muss von dauerhaft unzureichender Liefermenge unterschieden werden.
Druck senken, ohne die Produktion zu gefährden
Prüfen Sie zuerst die Geräteanforderungen und messen Sie Druckverläufe im Kompressorraum sowie am betroffenen Verbraucher. Beseitigen Sie Verschmutzungen oder dimensionieren Sie Engstellen richtig. Passen Sie erst danach die Einstellungen unter Beachtung der Sicherheits- und Konstruktionsgrenzen an. Ermitteln Sie Einsparungen aus tatsächlichen Leistungsdaten, nicht aus einem pauschalen Prozentsatz.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Dokumentieren Sie den minimalen und maximal zulässigen Verbraucherdruck.
- Berücksichtigen Sie Durchflussverluste und Filterverschmutzung im Betrieb in der Druckbilanz.
- Erwägen Sie eine separate Lösung für einen einzelnen Verbraucher mit deutlich höherem Druckbedarf.
Modellbeispiel
Ein Verbraucher benötigt mindestens 6 bar(g). Bei Auslegungsdurchfluss gehen auf dem Weg 0,6 bar verloren. Am Anfang dieses Wegs müssen daher mindestens 6,6 bar(g) anliegen; Betriebsreserve und Regelband werden gesondert festgelegt. Dies ist keine pauschale Empfehlung, jeden Kompressor auf 6,6 bar einzustellen.
Worauf Sie achten sollten
- Den Druck senken, ohne den ungünstigsten Betriebszustand zu prüfen.
- Eine zu kleine Schnellkupplung durch höheren Druck im gesamten Netz kompensieren.
- bar(g) verwechseln mit bar(a).
Warum fällt der Druck an der Maschine, obwohl der Kompressor groß genug ist?
Ursache können ein enger Schlauch, ein Regler, ein zugesetzter Filter oder eine kurze Bedarfsspitze sein. Gleichzeitige Druckaufzeichnungen an mehreren Stellen helfen, unzureichende Erzeugung von einer Engstelle im Leitungsnetz zu unterscheiden.