Ein-, Ausschaltdruck und Differenz
Bei Erreichen der unteren Grenze kann der Kompressor starten und an der oberen Grenze abschalten. Die Differenz heißt Hysterese. Ein schmales Band kann häufigere Starts verursachen, ein breites beeinflusst Mindestdruck am Verbraucher und Energiebedarf. Die Einstellung richtet sich nach dem konkreten Gerät.
Einstellungen gehören in den Kontext der gesamten Anlage
Zu berücksichtigen sind die maximal zulässigen Drücke von Kompressor, Behälter und Zubehör, der Verbraucherbedarf sowie Startgrenzen. Das Behältervolumen und der Durchfluss beeinflussen die Zeit zwischen den Schaltungen. Häufiges Schalten kann durch Leckagen, geringe Speichermenge oder einen Defekt entstehen; bloßes Verstellen des Drucks hilft möglicherweise nicht.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Prüfen Sie die tatsächlichen Schaltgrenzen und die Messkalibrierung.
- Prüfen Sie vor Änderungen die zulässigen Drücke aller Anlagenteile.
- Prüfen Sie Startzahl, Abnahme und Netzdichtheit.
Modellbeispiel
In einem beispielhaften Band von 6 bis 8 bar(g) beginnt die Quelle bei 6 bar(g) nachzuliefern. Benötigt der Verbraucher 6 bar(g) und entstehen zwischen ihm und dem Behälter 0,4 bar Verlust, reicht die untere Grenze nicht aus. Die Lösung erfordert eine Bewertung von Verlusten und zulässiger Einstellung, keine blinde Erhöhung des oberen Drucks.
Worauf Sie achten sollten
- Einen Druckschalter als Überdrucksicherung verwenden.
- Den Druck über die konstruktive Gerätegrenze erhöhen.
- Den Ausgangsdruckregler mit der Kompressorsteuerung verwechseln.
Kann ich den Druckschalter selbst nach einer Internetanleitung einstellen?
Das Vorgehen muss zum konkreten Schalter und zur gesamten Anlage passen. Der Eingriff kann elektrische und druckbedingte Gefahren umfassen. Führen Sie ihn ohne Qualifikation und Dokumentation nicht aus; der Service prüft zugleich die tatsächliche Ursache des unzureichenden Betriebs.