Ursache und geeignete Aufbereitung finden
Prüfen Sie bei einem ölgeschmierten Kompressor Abscheidung, Ölrückführung, Ölfüllung und Kühlung. Temperaturen und Intervalle richten sich nach Maschine und Schmierstoff; eine einheitliche Öltemperatur oder ein allgemeiner Verdampfungsfaktor bei Erwärmung lässt sich nicht für alle vorschreiben. Ein eigenmächtiger Wechsel der Ölsorte ersetzt keine Fehlerbehebung.
Aerosol ist kein Dampf
Koaleszenzfiltration hält Tropfen zurück. Für Dämpfe ist eine geeignete adsorptive oder katalytische Aufbereitung erforderlich. Aktivkohle hat eine begrenzte Kapazität und benötigt die vorgeschriebene Voraufbereitung. Auch ein ölfreier Kompressor entfernt nicht alles, was aus der Umgebung angesaugt wurde oder in den Leitungen verblieben ist.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Legen Sie einen Gesamtölgrenzwert fest, nicht nur die unklare Forderung „ölfrei“.
- Bewerten Sie den Kompressorzustand sowie die Qualität der Ansaugluft und des Leitungsnetzes.
- Prüfen Sie das Ergebnis durch Messungen, die alle erforderlichen Ölformen erfassen.
Modellbeispiel
Eine Dampfmessung ergibt 0,004 mg/m³. Wurden Aerosol und flüssiges Öl nicht bewertet, kann diese einzelne Zahl Klasse 1 für Gesamtöl nicht bestätigen. Auch sehr geringe Dampfwerte können mit einer Tropfenbelastung einhergehen.
Worauf Sie achten sollten
- Einen gewöhnlichen Feinfilter als Lösung für Öldämpfe ansehen.
- Für eine Branche eine unklare „Klasse kleiner als 1“ vorschreiben.
- Nach einem Kompressortausch zuvor verunreinigte Leitungen vergessen.
Woran erkenne ich gesättigte Aktivkohle?
Der Druckverlust allein zeigt dies nicht zuverlässig. Entscheidend sind Betriebskapazität, Bedingungen, vorgeschriebener Wechsel und geeignete Messungen hinter dem Adsorber. Auf sichtbares Öl am Produkt zu warten ist zu spät.