Abscheidung und Ableitung müssen zusammen funktionieren
Tröpfchen werden im Fasermedium abhängig von Größe und Strömung durch verschiedene Mechanismen aufgefangen. Die vereinigte Flüssigkeit fließt in den Sammelraum. Wenn der Kondensatableiter ausfällt oder der zulässige Durchfluss überschritten wird, kann Flüssigkeit erneut in die Anlage mitgerissen werden. Strömungsrichtung und Einbaulage des Filters richten sich nach der Konstruktion.
Was bei der Auswahl zu bewerten ist
Prüfen Sie den Restaerosolgehalt bei den angegebenen Eintrittsbedingungen, Druck, Temperatur und Durchfluss. Beachten Sie den Unterschied zwischen trockenem und im Betrieb benetztem Filtermedium. Öldämpfe verhalten sich beim Durchtritt anders als Tropfen, sodass zur Einhaltung eines Gesamtölgrenzwerts eine weitere Aufbereitungsstufe erforderlich sein kann.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Dimensionieren Sie den Filter nach tatsächlichem Durchfluss und Druck, nicht nur nach der Gewindegröße.
- Kontrollieren Sie Flüssigkeitsableitung und Differenzdruck.
- Wechseln Sie das Element gemäß Dokumentation und Betriebsbedingungen, nicht erst bei vollständiger Verstopfung.
Modellbeispiel
Zwei in Reihe geschaltete Koaleszenzfilter können den Aerosolgehalt senken, belegen für sich jedoch keine Entfernung von Öldämpfen. Eine Gesamtölanforderung muss beide Formen und gegebenenfalls flüssiges Öl berücksichtigen; das Ergebnis wird messtechnisch geprüft.
Worauf Sie achten sollten
- Koaleszenz mit der Adsorption von Dämpfen verwechseln.
- Den Filter mit defekter Kondensatableitung betreiben.
- Einen geringen Druckverlust als eindeutigen Nachweis eines intakten Elements ansehen.
Entfernt ein Koaleszenzfilter Feuchtigkeit?
Er scheidet unter festgelegten Bedingungen Flüssigkeitströpfchen ab, reduziert Wasserdampf jedoch nicht wesentlich wie ein Trockner. Bei weiterer Abkühlung kann daher auch hinter einem korrekt arbeitenden Filter neues Wasser entstehen.