Öleingespritzte und ölfreie Ausführungen
Bei einer öleingespritzten Maschine unterstützt das Öl die Abdichtung und Wärmeabfuhr. Hinter der Verdichterstufe wird es abgeschieden und in den Kreislauf zurückgeführt. Ein Ölabscheider garantiert jedoch nicht die geforderte Reinheit am Verbrauchsort. Bei ölfreien Konstruktionen wird kein Öl in den Verdichtungsraum eingebracht; einige arbeiten trocken, andere beispielsweise mit Wassereinspritzung.
Die Regelung zählt, nicht nur die Größe
Bei wechselndem Verbrauch kann sinnvoll sein: Drehzahlregelung. Bei stabilem Grundbedarf kann eine richtig gewählte Maschine mit fester Drehzahl gut arbeiten. Wichtig sind auch Mindestliefermenge und Verhalten darunter. Lange Leerlaufzeiten eines überdimensionierten Aggregats können die Wirtschaftlichkeit deutlich verschlechtern.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Vergleichen Sie Liefermenge und Leistungsaufnahme beim geforderten Druck.
- Sorgen Sie für Wartungszugang, Luftzufuhr und Wärmeabfuhr.
- Legen Sie die Luftaufbereitung nach dem Verbraucher aus, nicht nur nach dem Kompressortyp.
Modellbeispiel
Die Produktion verbraucht konstant 4 m³/min, beim Schichtwechsel fällt die Abnahme jedoch für eine Stunde fast weg. Die Auslegung muss auch diese Pause berücksichtigen. Ein Tagesmittel von 3,5 m³/min zeigt allein weder die erforderliche maximale Liefermenge noch die Kosten bei geringem Bedarf.
Worauf Sie achten sollten
- VSD automatisch ohne Kenntnis des Verbrauchs wählen.
- Annehmen, dass ein Schraubenkompressor keinen Trockner benötigt.
- Die Kühlung zur Lärmminderung blockieren.
Eignet sich ein Schraubenkompressor auch für eine kleine Werkstatt?
Das kann der Fall sein, wenn sie zum Betriebsprofil passt. Bei sehr kurzen und seltenen Abnahmen lohnt auch der Vergleich mit einem Kolbenkompressor. Entscheidend sind nicht allein die Werkstattgröße, sondern Luftbedarf und Betriebsweise.