Zuerst kühlen, dann abscheiden
Im Nachkühler kann ein Teil des Wasserdampfs kondensieren. Der Abscheider fängt die entstehende Flüssigkeit auf, die sich am Kondensatableiter sammelt. Ohne funktionierenden Ableiter kann Wasser erneut mitgerissen werden. Der Wirkungsgrad hängt auch von Tropfengröße und Durchfluss ab und ist nicht an jedem Betriebspunkt gleich.
Wo seine Aufgabe endet
Hinter dem Abscheider kann die Luft noch erhebliche Mengen an Wasserdampf enthalten. Kühlt sie weiter ab, entsteht zusätzliches Kondensat. Für den vorgeschriebenen Taupunkt ist daher eine Trocknung erforderlich. Feine Aerosole können zudem eine Koaleszenzstufe erfordern; allein auf den Zyklon sollte man sich nicht verlassen.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Prüfen Sie den zulässigen Durchflussbereich und den Druckverlust.
- Achten Sie auf den richtigen Einbauort, die Strömungsrichtung und den Flüssigkeitsablauf.
- Schützen Sie den nachgeschalteten Trockner entsprechend seinen Anforderungen an die Eintrittsluft.
Modellbeispiel
Hinter dem Kühler wird bei 30 °C Wasser abgeschieden. Kühlt die Rohrleitung später auf 10 °C ab, kann aus dem verbleibenden Dampf weiteres Wasser entstehen. Das allein bedeutet nicht, dass der Zyklon versagt hat; seine Aufgabe war nicht, den Taupunkt auf 10 °C zu senken.
Worauf Sie achten sollten
- Einen Zyklon als Ersatz für einen Trockner betrachten.
- Nur nach dem Anschlussdurchmesser dimensionieren.
- Einen Ausfall der Kondensatableitung außer Acht lassen.
Ist ein größerer Abscheider immer wirksamer?
Nicht unbedingt. Die Trägheitsabscheidung hat einen bestimmten Betriebsbereich. Bei zu geringem Durchfluss in einem überdimensionierten Gerät kann sich der Wirkungsgrad ändern. Die Kennlinie der jeweiligen Konstruktion muss geprüft werden.