Warum der Motor weiterläuft
Häufiges Stoppen und Anlaufen kann für Antrieb und benötigte Luftverfügbarkeit ungünstig sein. Die Steuerung kann daher zuerst entlasten und erst nach einer festgelegten Zeit abschalten. Ablauf, Leistungsaufnahme und Abblasen hängen von der Konstruktion ab. Ein universeller Leerlaufverbrauchsanteil gilt nicht für alle Kompressoren.
Kostspieligen Leerlauf erkennen
Überwachen Sie Laststunden, gesamte Motorlaufzeit und tatsächliche Leistungsaufnahme in beiden Zuständen. Eine große Differenz zwischen Lauf- und Laststunden ist ein Prüfhinweis, kein automatischer Defektnachweis. Ursachen können Überdimensionierung, ungünstige Maschinenfolge oder ungeeignetes Speichervolumen sein.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Erfassen Sie die tatsächliche Leistungsaufnahme der einzelnen Betriebszustände.
- Prüfen Sie Leerlaufdauer, Druckhysterese und Startzahl.
- Optimieren Sie den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Maschinen, bevor Sie lediglich einen Umrichter kaufen.
Modellbeispiel
Ein Beispielkompressor nimmt unter Last 30 kW während 3 000 Stunden und im Leerlauf 8 kW während 1 000 Stunden auf. Insgesamt verbraucht er 98 000 kWh, davon 8 000 kWh im Leerlauf. Diese Werte sind kein allgemeines Verhältnis für andere Maschinen.
Worauf Sie achten sollten
- Leerlaufbetrieb null Verbrauch zuschreiben.
- Die Druckhysterese verringern, ohne die Zyklushäufigkeit zu prüfen.
- Motorlaufzeit mit tatsächlicher Lufterzeugungszeit verwechseln.
Löst ein größerer Druckluftbehälter das Leerlaufproblem?
Er kann Zykluslängen verändern und günstigeres Abschalten ermöglichen, ändert aber nicht den Produktionsbedarf selbst. Der Nutzen hängt von Regelung, Druckband und Betriebsprofil ab. Er lässt sich nicht allein aus dem Behältervolumen versprechen.