Wo Wasser auftritt
Typische Stellen sind Nachkühler, Abscheider, Druckluftbehälter, Filter und Trockner. Reicht die Aufbereitung für die Betriebsbedingungen nicht aus, setzt sich die Kondensation bis ins Leitungsnetz fort. Allein das Entleeren des Behälters garantiert keine trockene Luft am Verbraucher, da Dampf im Luftstrom verbleiben kann.
Abscheiden, ableiten, aufbereiten
Diese Schritte übernehmen unterschiedliche Geräte. Ein Abscheider trennt Tropfen aus der Luft, ein Kondensatableiter führt sie aus dem Druckraum ab, und ein Kondensataufbereiter bereitet die bereits abgeleitete Flüssigkeit auf. Zur Entfernung von Wasserdampf ist ein geeigneter Trockner erforderlich.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Kontrollieren Sie die Ableitung an jeder Stelle, an der sich Flüssigkeit sammelt.
- Berücksichtigen Sie sommerliche Ansaugbedingungen und maximalen Durchfluss bei der Kapazitätsauslegung.
- Sammeln und behandeln Sie die abgeleitete Flüssigkeit entsprechend ihrer Zusammensetzung, nicht nur ihrem Aussehen.
Modellbeispiel
In einer Modellbilanz gelangen mit der Ansaugluft 8 kg Wasser pro Stunde hinein, während 2 kg/h in der austretenden Luft verbleiben. Im stationären Zustand werden etwa 6 kg/h, also rund 6 l/h, abgeschieden. Die Bilanzgrenzen müssen festgelegt werden, damit dasselbe Wasser nicht doppelt gezählt wird.
Worauf Sie achten sollten
- Wasser in der Rohrleitung automatisch als Defekt der Verdichterstufe ansehen.
- Ölhaltiges Kondensat ableiten, ohne die erforderliche Aufbereitung zu prüfen.
- Zeitgesteuerte Ableiter nur anhand einer Jahreszeit einstellen.
Entsteht auch bei einem ölfreien Kompressor Kondensat?
Ja. Ölfreie Verdichtung entfernt die Feuchtigkeit der Ansaugluft nicht. Die mögliche Zusammensetzung der Verunreinigungen unterscheidet sich, doch Wasser muss weiterhin abgeschieden, abgeleitet und kontrolliert werden.