Bauart und resultierende Reinheit sind zwei verschiedene Dinge
Öl kann etwa in getrennten Lagern oder im Getriebe verwendet werden, ohne in den Verdichtungsraum eingespritzt zu werden. Das Gesamtergebnis hängt auch von Ansaugumgebung, Trocknung, Filtration und Leitungszustand ab. Die Bezeichnung Klasse 0 muss zusammen mit Umfang, Grenzwerten und Bedingungen der Erklärung oder Prüfung gelesen werden.
Wählen Sie die gesamte Aufbereitungskette
Beginnen Sie bei der Prozessanforderung und dem Ort, an dem die Qualität erfüllt sein muss. Unterscheiden Sie Partikel, Wasser und Gesamtöl. Ein ölfreier Kompressor entfernt keine Ansaugfeuchte und garantiert keine mikrobiologische Reinheit. Die Komponentenauswahl wird daher durch Messungen im relevanten Betriebszustand ergänzt.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Legen Sie die geforderte Reinheit und den Prüfort fest.
- Prüfen Sie Ansaugung und mögliche Verunreinigungen im alten Leitungsnetz.
- Vergleichen Sie die Betriebskosten vollständiger Anlagen, nicht nur die Kompressoranschaffungspreise.
Modellbeispiel
Nach dem Austausch eines ölgeschmierten gegen einen ölfreien Kompressor bleibt die ursprüngliche Verrohrung bestehen. Im Netz abgelagertes Öl kann die Luft weiter verunreinigen. Der Quellenwechsel allein beweist deshalb nicht, dass der geforderte Grenzwert auch am entfernten Arbeitsplatz eingehalten wird.
Worauf Sie achten sollten
- Eine ölfreie Maschine mit null Gesamtverunreinigung gleichsetzen.
- Trocknung weglassen, nur weil die Verdichtung ölfrei ist.
- Die Zertifizierung eines Geräts als Zertifizierung des gesamten Betriebs übernehmen.
Muss die Lebensmittelindustrie immer einen ölfreien Kompressor verwenden?
Die Wahl hängt vom konkreten Prozess, der Risikoanalyse und der Reinheitsspezifikation ab. Die Branchenbezeichnung allein bestimmt weder die Technologie noch eine allgemein verbindliche Klasse. Die Anforderung muss dokumentiert und am Einsatzort geprüft werden.