Zuerst die Durchflussangaben vereinheitlichen
FAD oder Normvolumenstrom müssen auf das Volumen unter Betriebsbedingungen umgerechnet werden. Erst daraus und aus dem Querschnitt lässt sich die Strömungsgeschwindigkeit berechnen. Referenzbedingungen gehören daher zur Aufgabenstellung. Bei Druckverlusten muss auch die Dichteänderung berücksichtigt werden; eine einfache Näherung gilt nur in einem begrenzten Bereich.
Anschlüsse nicht vergessen
Das Hauptrohr kann ausreichend sein, während ein enger Abzweig, Schlauch oder eine Schnellkupplung Probleme verursacht. Örtliche Widerstände lassen sich durch Beiwerte oder dokumentierte Durchflusskennlinien beschreiben. Bei einem Ringleitungsnetz muss zusätzlich die Aufteilung des Durchflusses auf die Zweige bestimmt werden; eine einfache Berechnung eines einzelnen Rohrs ersetzt keine Netzberechnung.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Berücksichtigen Sie die geplante Gleichzeitigkeit und belegte Spitzen, nicht nur den Tagesmittelwert.
- Legen Sie den zulässigen Druckverlust von der Quelle bis zum kritischen Verbraucher fest.
- Wählen Sie anhand des berechneten Innendurchmessers eine belegte Rohrabmessung des konkreten Systems.
Modellbeispiel
Die Berechnung verlangt mindestens 36 mm Innendurchmesser. Ein Rohr mit 40 mm Außendurchmesser und 3 mm Wandstärke hat innen nur 34 mm und erfüllt diese Anforderung daher nicht. Eine Handelsbezeichnung ohne Maßtabelle reicht als Grundlage nicht aus.
Worauf Sie achten sollten
- Den Außendurchmesser zur Berechnung des Querschnitts verwenden.
- Armaturen und ihren tatsächlichen freien Querschnitt ignorieren.
- Eine Handelsgröße empfehlen, ohne Werkstoff und Maßreihe zu kennen.
Warum wählt der Rechner nicht direkt eine DN-Größe?
Verschiedene Systeme können bei gleicher Nennweitenbezeichnung unterschiedliche Innendurchmesser haben. Das Werkzeug ermittelt die Anforderung; die konkrete Abmessung muss jedoch anhand der technischen Daten des gewählten Rohrsystems geprüft werden.