Voraufbereitung schützt die Kapazität
Flüssiges Öl und hohe Aerosolbelastung können die Kapazität schnell erschöpfen. Auch Wasser beeinflusst die Adsorptionseffizienz. Daher sind passende Filtration und Trocknung vor der Kohle gemäß den Geräteanforderungen nötig. Patrone und großer Adsorptionsturm unterscheiden sich in ihrer Kapazität; allein gleicher Durchfluss macht sie nicht austauschbar.
Der Druckabfall zeigt nicht alles
Das Sorbens kann Dämpfe nicht mehr ausreichend binden, ohne dass der Druckverlust deutlich steigt. Temperatur, Schadstoffmenge und Verbrauchsverlauf beeinflussen die Standzeit. Der Austausch wird daher nach Bedingungen, Dokumentation und Messungen geplant, nicht nur nach dem Aussehen der Füllung. Auch eine nachgeschaltete Abscheidung von Kohlenstaub kann erforderlich sein.
Was Sie in der Praxis prüfen sollten
- Bestimmen Sie den erforderlichen Grenzwert für Gesamtöl.
- Prüfen Sie vorgeschriebene Temperatur, Feuchte und Aerosolbelastung am Eintritt.
- Führen Sie einen Austauschplan und Kontrollen der Austrittsqualität ein.
Modellbeispiel
Ein Betrieb erhöht die Eintrittstemperatur und verlängert die Schichten. Der bisherige Kohlewechselplan kann dann ungeeignet sein, auch bei unverändertem Druckabfall. Die Kapazität muss für die geänderte Belastung geprüft werden; eine universelle Stundenzahl lässt sich nicht zusagen.
Worauf Sie achten sollten
- Kohle anstelle vorgeschalteter Tropfenabscheidung verwenden.
- Sättigung allein aus dem Differenzdruckmanometer ableiten.
- Aktivkohle als universelle Entfernung aller Gase oder als Sterilisation betrachten.
Wann sollten Sie ein anderes Prinzip als Kohle erwägen?
Bei hohen Stabilitätsanforderungen oder ungeeigneten Eintrittsbedingungen vergleichen Sie die gesamte Anlage mit katalytischer Reinigung. Auch diese lässt sich nicht ohne Prüfung von Kapazität, Betriebsgrenzen und notwendiger nachgeschalteter Luftaufbereitung auswählen.